Warum so viele krank sind? Der Kranke hat für alles eine Ausrede, besonders in der Verantwortung. Er macht die mildernden Umstände geltend. Das wird zum Habitus.
Die lineare Zeitauffassung geht in einem elementaren Sinne fehl, da das Wesen der Geschichte selbst nicht linear ist. Das Ewige ist keine Linie und darüberhinaus der Grund der linearen Zeit. Den Behelfsausdruck des Ewigen finden wir in der zyklischen Geschichtsauffassung.
Getauft und was dann? Es besteht ja weder im Innen wie Außen ein Unterschied, so scheint es. Eine Nische entsteht. Entweder der Christ wird in ein Reservoir gepfercht oder er verschwindet unterschiedslos.
Nach Jünger ist das eigentliche Grundübel der Vertrag. Der Vertrag ist eine Kompromißhandlung, die uns der Freiheit entledigt. Der Vertrag ist kündbar.
geistige Pubertät
Der Vertrag begründet ein Schuldverhältnis. Das gilt es zu bedenken.
Die Romantiker betrieben nur in einem uneigentlichen Sinne Weltflucht. Sie flohen der bürgerlichen Welt. (im Anschluß an Jünger)
Macht hat eine komische Aura. Sex, Reichtum, Ehre - alles kann trotz seiner Ursünde zum Guten gereichen. Doch Macht? Das Gottesgnadentum ist der legitime Wille zur Macht. Prometheus dessen Zerrbild.
Der gewohnheitsmäßige Lügner hat den Geschmack an der Wahrheit verloren und deswegen kann er nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden. Der Wahrheitstreue riecht sie eine Meile gegen den Wind.
Wenn Jünger die Werte relativ sieht, dann meint er gerade nicht die ewigen Wahrheiten, sondern den spezifischen zeitlichen Darstellungsrahmen wie den Expressionismus oder die Wiener Klassik. Es gibt mehrere Vertonungen des gleichen Textes, die Gültigkeit haben oder auch nicht.
Es genügt eigentlich zu ahnen, daß es keinen weltimmanenten Sinn gibt, um die richtige Fährte zu finden.
Da sich die Ordnung der Menschen geändert hat, ergeben die Theater keinen Sinn mehr und sind bloß noch possen. Ihre Verankerung in der Welt hat sich gelöst (Jünger hat das entdeckt)
In diesem Sinne von Weimarer oder Wiener Klassik zu sprechen, ist grotesk. Es ist lokal und temporal, und so nicht ewig.
Es ist ein Aspekt des Weges von der Kirche in den Konzertsaal.
Das hat Auswirkungen auf das Urteil: weg vom adligen Kenner hin zur Symbolfigur des Belustigungsgesindel. Daher kann auch nie eine Zeitung funktionieren.
Ein Zwilling dieser Entwicklung ist der Prozeß, der aus jedem ein Politiker macht und jeden Lebensbereich politisiert.
Nachrichten sind ja auch single use.
Klassiker liest man mehrmals. Echte Klassiker reifen mit jeder Lektüre. Sie bekommen geistige Patina.
Aus der Auflösung der Ordnung ergibt sich auch die Auflösung der Gemeinde. Sie ist zufällig und durchschnittlich wie der Kinobesuch. Ein Privatvergnügen.
Komischerweise paßt der Priester seinen Film an das Publikum an.
Es ist falsch von dem Hirten zu reden. Die Schafe sind das Problem.
Ein wenig Geschmack für die Gnade bekommen wir erst, wenn wir die Gaben Christi zu erkunden begonnen haben. Das Salz der Demut, der Armut, usw. macht uns die Welt trotz ihrer Nichtigkeit schmackhaft. Ohne Christus ist die Welt fad.
Die Frage ist, wie der eigentliche Typus, wie Nietzsche ihn zeichnet, überleben kann. Tell geht mit dem Tyrannen unter. Die Armbrust hängt nun an der Wand.
Was Mission genannt wird trägt vollständig die Züge des technischen Vorgangs. Man kann nicht umhin, sie in die Nähe der Kybernetik zu stellen.
Besitz ist eingebettet in Tradition und Erbschaft. Der Vater ist nicht dessen Willkürwalter, sondern Treuhänder. Es ist nicht Besitz des Individuums, sondern der Familie. Der Besitz ist der geteilte Blutkreislauf der Familie.
Was heute Hierachie genannt wird, ist bloß eine geometrische Darstellungsform eines Prozesses. Bundeskanzlerin Merkel ist keine Königin, sondern Funktion einer Regierung, d.h. oberste Verwaltungsbeamtin mit Direktionsbefugnissen.
Ob man ein Quartett mit Autos oder Sportlern spielt, ist letztlich ein und dasselbe. Der Mensch als Maschine hat hier seinen präzisen Ausdruck. Der Trainer bekommt den Preis in der Kategorie Konstruktion und Ingenieur.
Listen, die nicht hierarchisch, sondern alphabetisch geordnet sind, zeigen die soziologische Entmenschlichung an. Auch Buchstaben haben den Charakter von Ziffern. (Jünger bemerkte es treffend, Arbeiter, 145f)
Technokratie - nicht daß Maschinen herrschen, sondern daß jede Herrschaft ein technischer Vorgang ist.
Essen scheint heute ein passiver Vorgang, wie als würde man von einem Pfleger angereicht werden. Nur sind Pfleger und Gepflegter in unserem Fall identisch.
Der Charakter der Passivität zeigt sich vor allem am industriellen Gebäck. Diese Normware macht vor nichts Halt. Ein Obstbaum, ein Schwein zerlegen, Kaffee mahlen sind Symbole des Widerstands.
Die Predigt zu Weihnacht hat nicht nur des Publikums halber etwas lächerliches. Auch die Evangeliumsauslegung ernüchtert.
Was viele unter Liebe meinen, bezeichnet ein Verhältnis wie Christbaumschmuck: Man ist Ballast am Arme und auch nur kitschige Dekoration aus dem 19. Jahrhundert.
Wo die Bischofsweihe zum Verwaltungsakt wird, da hat sich das Amt verflüchtigt.
"Kostüm der Tugend" (Fulton Sheen)
An Weihnachten lagerten die Hirten bei der Herde und hielten Nachtwache. Was machen unsere Hirten?
Die Neuartigkeit der Situation zeigt sich darin, daß durch Katastrophen auch Weltbilder zerstört werden. Das war vor dem Ersten Weltkrieg nicht der Fall.
In der Tat kann man nicht Joch und Pflug mit einen GPS-gesteuerten Traktor vergleichen noch den modernen Kunstdünger mit einer mittelalterliche Drei-Felder-Wirtschaft. Es gibt keine Bauern mehr, nur mehr Agrartechniker.
Auch richtig, daß alles provisorisch geworden ist. In diesem Sinne ist man ausgeliefert. Es gibt kein Refugium, was von dessen Provisorium ausgenommen wäre.
Die Ehe ist ein Bollwerk.
Es ist doch ein Unterschied, ob das Gebäude als physischer Begriff oder als Existenz des Bürgertums im Gegensatz zu den ewigen Dingen erschüttert wird. Die bürgerliche Ehe stirbt, während die christliche besteht. Das Provisorium unserer Zeit erschreckt daher den Christen nicht. Sein Werk ist anderer Natur und nicht zerstörbar.
Der Fehler Jüngers liegt darin, daß er die Kathedralen eigentlich betrauert. Es war ein falsches Refugium. In seiner Optik ist eine gotische Kathedrale etwas beständiges, bloß weil sie mit ihren tausend Jahren den Menschen überdauert. Das Beständige aber, worin der Mensch seine Zuflucht findet, ist nicht aus vergänglichem Stein gebaut. In diesem Sinne war Jünger nicht radikal genug. Die Gestalt des Arbeiters ist nur im Bezug zum Vergänglichen total.
Geld - das ist heiße Luft auf dünnes Papier, digitales Papier, gezogen und in Serverschränken eingemottet. Ein mittelschwerer Stromausfall und der Schrank ist leer.
Da der Staat nur eine Verwaltungsmacht ist, spielen Völkerrechtlichkeiten gar keine Rolle. Ob Merkel oder Putin - nicht mein König. Von gleicher Güte ob Heynckes oder Kovac die Bayern trainieren oder Zetsche Daimler führt.
Es ist nicht relevant, ob eine Geschichte auf Papier oder Zelluoid gebannt wird. Die Geschichte ist relevant. Die technische Dimension beschreibt nur das Mittel und trägt keine Bedeutung in sich.
Warum ein funktionierendes Auto gegen ein neues eintauschen? Man tauscht auch nicht seinen Grund und Boden derart ein.
Der Fortschrittsglaube ruht auf zwei Säulen: Er schmeichelt dem Stolz und entledigt die Last der Arbeit an sich selbst. Im Bezug zum Ewigen verliert der Mensch immer.
Die Stellung des Menschen im Kosmos - man sieht vom Individuum ab. Der Mensch ist eine abstrakte Größe und das geht auch nur, weil man den Kosmos abstrakt nimmt.
Das Museum ist die Kathedrale des Bürgertums.
Die moderne Theologie verwechselt Reinheit mit Reinlichkeit.
Das Genie zerstört die Kunst. Sie wird elitär, den Gesetzen des Marktes unterworfen, ihres Gebrauchswertes geraubt und unbenutzbar. Wie ein teures Geschirr, das man sich für außergewöhnliche Anlässe aufspart, die allerdings nie kommen.
Der Fortschritt, ganz egal in welchem Bereich, findet nie horizontal, d.h. in der Ebene statt, sondern stets vertikal.
Sünde, das ist Krebs für die Seele.
Angst vor dem Islam? Wer Gott fürchtet hat nicht nur keine Angst, sondern der hat den Sieg, denn Gott hat den Sieg.
Es ist töricht jemanden einen Universalgelehrten zu nennen. Der letzte mit Breitenwissen über das Spektrum war Leibniz. Aber er war kein Universalgelehrter, da auch er wußte, daß sein Wissen begrenzt war.
Es geht bei der Kirche nicht darum, drinnen oder draußen zu sein, sondern ab oder dran.
Jugendarbeit: Eine Mischung aus Leuten, die ihre Jugend nicht beendet haben oder ihre Jugend nachholen. Aber nichts mit Jugendlichen.
Über das Humane: Der Mensch hat entweder keine Bedeutung und dann ist alles sinnlos oder aber der Mensch hat eine Bedeutung und dann hat alles von ihm her seine Bedeutung.
Alles was nicht Himmel ist, ist Hölle. Genau so wie alles Lüge, was nicht Wahrheit.
Gut und böse - entleert zu klinischen Begriffen wie gut- und bösartig.
Masse und Individuum sind Pole der Ebene. Für beides gibt es kein sursum corda.
Ein Museumsstück läßt uns staunen, ein Andachtswerk erschaudern. Als bald wir über Sakrales staunen, aber nicht bleiern auf die Knie fallen, ist es um es geschehen. Es ist nur noch sentimentaler Kitsch.
Wenn die Berge, ein Wasserfall unser Staunen erregt, so fürchten wir uns dennoch vor den Gewalten. Wo keine Kräfte, da keine Furcht. Unsere Kunst ist in diesem Sinne impotent.
Es gibt kein Mittel an sich. (Jünger, Arbeiter, 240)
Wenn Gott meine Liebe nicht bräuchte, dann bräuchte es auch keinen Sohn, in dem er sich ganz verschenkt. Bedürftig sein ist Teil Gottes, aber nicht unerfüllt, sondern vollkommen. Hätte der Vater den Sohn nicht nötig, dann wäre alles sinnlos.
Der Deismus leugnet das Wunder und damit die Relevanz Gottes. Da andererseits aber die Werke des Menschen nicht die Sphäre Gottes hineinragen, verliert er seine Freiheit, da alle Werke gleich sind, d.h. gleich irrelevant und nichtig. Sie sind wertlos.
In der Tat wurden alle metaphysischen Gliederungen pulverisiert. Eine Einheit jenseits des liberalen Vertragswerk gibt es nicht mehr. Wo vorher unumstößliche Bindung war, da ist nun Wechsel. Parteien, Vereine, Arbeiten, Organisationen behandelt man wie Unterhosen.
Das Werk der Zukunft muß jene Verbindlichkeit neu errichten.
Die Fundamente des Lebens sind bis auf den nackten Boden zerfressen.
Totale Mobilmachung - Der Begriff ist uns fremd, trifft aber den Sachverhalt. Jeder Lebensvollzug wird in die Politik gesogen und daher zum Feld eines Kampfes.
Der Politik entziehen? Selbst das ist Kampf.
Eine der entscheidenden Desillusionen kam, als die Grünen nach 30 Jahren ihr Programm umgesetzt hatten und trotz Erfüllung nicht von der Bildfläche verschwanden. Das war entgegen der politischen Theorie und erwies sie damit als Strohmann. Es sind andere Kräfte am Werk.
Die Nachrichten sind so stark entpersonalisiert, daß das zugrundeliegende Weltbild, die Metaphysik letztlich, darin keine Rolle mehr spielt. Ob Spielfilm oder Umweltkatastrophe - es ist einerlei.
Man wechselt auch seine Zeitungen wie die Unterhose.
Die Presse entgrenzt das persönliche Weltbild. Sie sind fremde Augen und Ohren, die ebenso fremde Gedanken folgen lassen. Das Kennzeichen der Berichterstattung liegt in ihrer völligen Irrelevanz für die eigenen Belange.
In der Wirtschaft wurde 5-Jahres-Pläne belächelt. Was ist denn der businessplan, das Abschreibungsverfahren und der Rechenschaftsbericht anderes als Planwirtschaft und dessen Evaluation?
"abgestandene Professoren" (vob Jünger geklaut)
Der erste Weltkrieg hat keine Ordnung geschaffen und der zweite hat sie bestätigt.
Erschreckend wie Jünger den Zivildienst prophezeite und dessen dessen Pendant das FSJ. Noch erschreckender das Freiwillig darin.
Von den Mächtigen wird verlangt einen Staat zu regieren, doch haben sie nicht einmal das Vermögen ihre eigene Familie zu regieren.
Auch der Teufel kennt die Schrift. Ohne Hl. Geist fallen wir unter ihn wie unter die Räuber.
Machen wir die Gnade nicht klein! Wer hätte denn auch nur einen Pfennig auf Augustinus vor seiner Bekehrung gesetzt?
Wer sein Werk aufgrund seiner Talente, mit denen er durchaus wuchern soll, beginnt, wird nie die Schwelle überschreiten, um heilig zu werden. Sowohl der Tod des Eigenwillens als auch das Leben der Gnade liegen jenseits.
Der Christ lebt gegenüber Gott aus einer Sicherheit heraus, da er sich als gewollt und geliebt weiß. Diese Schöpfungssicherheit schwappt hinüber in die geschöpfliche Sphäre. Ohne Schöpfer muß man ein unverbürgbares Liebesbedürfnis haben, was zudem auch noch enttäuscht werden wird.
Piepers Buch über die Liebe ist mir zu irdisch. Er vergißt, daß eine Person nicht aus sich heraus Person ist, wenn sie wirklich Person, d.h. liebend ist. Als Liebender diene ich weder mir noch der Geliebten, sondern der Liebe selbst, die uns beide verbindet, worin das Eins-sein mit dem non confundar zusammengeht. Ich will den anderen doch nur, wenn er sich selbst mir mit seinem freien Willen hinschenkt. 2/3 sind nicht genug und nur halbherzig schon gar nicht.
Noch mehr stört der klinische Blick, das nüchterne Theoretisieren. Wenigstens ein Hymnus wie Paulus! Aber nein...
"Es gibt keine größere Liebe..." - das Herrenwort führt uns an der Nase, wenn wir dessen Wesen schon im Kreuz erblicken täten. Erst von der Auferstehung her wird es vollständig. Leider wird das vergessen. Lieben heißt auch, im anderen aufzuerstehen.
"gerütteltes Maß an Lebenserfahrungen" Bogler
Der Einsiedler lebt nicht allein. Er ist Glied am Leibe Christi. Er lebt genauso als Glied der Gemeinschaft wie der Familienvater mit zehn Kindern. Er dient der gleichen Kirche.
Manchmal da kuschel ich mich in die Krippe an das Jesuskind heran und schlummer ein.
Selbstdispens
Der Intellekt ist sehr erstaunlich. Wir machen uns zu wenige Gedanken über ihn.
"Die Linke ärgern ist ein Kollateralnutzen." P. Georg
Der Rosenkranz ist die Nabelschnur der Gnade.
Flugblätter mit Bildern, die nicht selbst gemacht, mit Sprüchen, die nicht originell sind, mit Schriftarten, die nicht zusammenpassen, das nennen Sie Kreativität!?
Heiliger Geist? Fieber der Seele! Schwere Infekte treiben die Temperatur: 39,40,41 Grad. Manchmal über Tage! Wie viel mehr der Heilge Geist!
Krieg, ein Widerspruch zu Christus und der Liebe? Liebe streitet. Wenn zwei liebende Feinde an einander sterben und die Sprache der Liebe sprechen, dann werden sie, wenn die Liebe spricht: Komm heraus, Lazarus!, herauskommen.
Ein mürrisches Volk, von Gott erwählt, aber nicht gewillt, ihm zu dienen? Kommt mir bekannt vor. Alle Antworten finden sich in der Heiligen Schrift.
Die 10 Plagen sind in Wahrheit 10 Heilmittel gegen ein verstocktes Herz.
Das Zeugnis von Gott ist nur dann authentisch, wenn es in uns wirksam ist und wir an ihm erkennen, daß Gott der Herr ist. Wenn es nicht in uns wirksam ist, dann ist das Zeugnis vergebens, denn es kann auch nicht in unseren Kindern wirken. Haben wir Gott nicht erkannt, erkennen unsere Kinder auch nicht.
Wer nicht zu gehorchen weiß, weiß auch nicht zu befehlen. (nach Guardini)
"You enjoy the fruits of your labor at the end of the day, not of your life." George Bruno
Die Espressokanne muß täglich benutzt werden. Je länger die Pause, desto mehr leidet der Kaffee.
Sonnenkanzlerin
Mit Apologetik Geld verdienen? Sokrates bezahlte für seine Apologie mit seinem Leben. Ein gutes Geschäft.
Wenn wir von Naherwartung reden, dann schauen wir auf das Antlitz des Hl. Stephanus.
Die Briefe Rosa Luxemburgs aus dem "Kittchen", wie sie sagt, sind eben das: Verniedlichungsformen. Auf den ersten Blick eine gebildete Frau, auf den zweiten eine eingebildete; unfähig über die Seele zu reden. Sie speit einem ihre romantischen Naturerlebnisse und von Hugo Wolf zu Kunstliedern vertonte Goethegedichte ins Ohr. Ich halte sie für wahnsinnig. Eine Seele ohne Wurzelgrund.
Wie man Freude schöner Götterfunken singen kann, ohne der Gerechtigkeit genügen zu wollen? Sie singen's ohne Sühne. Ein schrecklich Lied!
Eine Zeile aus paulinischer Gefangenschaft sagt mehr als Rosa Luxemburgs Korrespondenz von anderthalb Jahren. - So lernt man lesen.
In der Katastrophe zeigt sich der Mann. Dort ist er mehr er selbst.
Die Zeit als Form der Anschauung - Marcel hat sie abgelehnt. Und denken wir an Florenski, so hat er wenigstens die Intension der Zeit widerlegt. Sie scheint mir doch bloß ein Schatten der Ewigkeit.
Die Rezeptivität nach Marcel trifft meine Zustimmung. Man schaut fern, um nichts wahrzunehmen. Klavier spielen öffnet das Fenster zur Unendlichkeit. Und die größte seelische Erschöpfung, die stärksten Abenteuer, habe ich in der Messe erlebt.
Es ist immer erstaunlich Gedanken zu lesen, die man selbst entdeckte und sogar ihrer Form nach von mir stammen könnten. Blondel und Marcel verstehe ich, weil ich gleiches getan habe.
Das Verstehen durch die Tat und in der Tat erklärt die Noesis der Glaubens. Der vom Creator Spiritus ergriffene Mensch erkennt die Welt richtig. In der imitatio beginnt die Erkenntnis. Wir nennen es Metanoetik.
Freiheit gibt es nur aus Überfluß. Aus Not gibt es nur Furcht, Zugzwang und Dürftigkeit.
Niemand beginnt ein Spiel, um ein Unentschieden zu erreichen.
Der Segen Gottes macht fruchtbar. Es ist also ein Ziel, zu wachsen, groß zu werden, reich zu sein. Armut heißt nicht, den Segen abzulegen, sondern am Reichtum nicht zu hängen.
Lieben aus Überfluß, nicht aus Bedürfnis. Das ist göttlich!
Zwar läßt die Sonne wachsen, doch der Baum wächst von unten nach oben.
Die Pille ist das Glyphosat des Unterleibes.
Christus will uns heilen, dh unsere Sünde vergeben. Unser Körper ist dazu fast peripher.
Im Kern der Krise liegt nicht nur eine Glaubenskrise. Der Glaube zielt auf das höchste Gut. Und daher geht es um das Gute. Und daher geht es im Kern um das Problem vom Angenehmen und vom Guten.
Ein Mensch, der eine Arbeit, vor der das Kleinbürgertum nicht bestehen kann, begonnen hat, kann sich nichts langweiligeres vorstellen, als Tatort zu schauen.
Habsburg - das ist Notre Dame durch die Zeit. Eine Familie, die über 1000 Jahre nicht zerstört wird.
Soziale Medien bedeutet, daß aus jedem Teilnehmer eine Quelle oder ein Reporter werden kann.
Der vulgäre Platonismus hält den Gegenstand der Offenbarung für eine Abstraktion und nicht für die Darstellung des Unsichtbaren im Sichtbaren.
Stellen wir einmal Galilei und Calvin neben Erasmus und wir haben die beiden diametralen Pole und die Synthese.
Ein protestantischer Adel - das kann nur lächerlich sein.
Die Exegese ist unter die Narratologen gefallen. Kein mit Ernst ausgestatteter Mensch käme auf die Idee, Platon mit dem Methodeninventar der Literaturwissenschaft zu sezieren.
Der historischer Standpunkt vertauscht willentlich Kopf mit Inhalt. Thomas zitiert den Kopf, aber er bezieht sich auf den Inhalt. Das Argument entscheidet, nicht dessen Entdecker.
Die Verantwortung - denken wir an Guardinis Analyse der Macht - und das Sündenbewußtsein gehören zusammen. Wer keine Verantwortung übernimmt, kann nicht sündigen.
Clausewitz behauptet (II,2,28), die Ungeschicklichkeit sei angeboren, und das sei eine Erkenntnis des gesunden Menschenverstandes. Welch hohe Evidenz!
Der alte Clausewitz macht uns klar, das Wetter einzubeziehen. Wir können das bei Kant tun: Zeit und Raum sind bei ihm cartesisch und nicht topographisch-chronologische Lebensbezüge.
"Nur das Große kann ihn großartig, das Kleine nur kleinlich machen, wenn er es nicht wie etwas ganz Fremdes von sich stößt." (II,2,40) - ach der Clausewitz, wie gesund!
Vosicky OCist: Leben ist Schicksalsgemeinschaft mit Christus.
Wo das Gute und das Angenehme nicht unterschieden werden, da wird aus der Aufrichtung der Gesundheit Schmerztherapie.
Apostatokratie - die Herrschaft der Abgefallen