Je länger man einen Topf Wasser auf dem Herd hat, desto heißer wird er. Lau fängt der Christ an und nimmt an Wärme zu.

Das Wort frei in Freikirche hat ungefähr die gleiche Bedeutung wie in Freitod.

Solange der Mensch in schwerer Sünde lebt, kann der Heilige Geist mit ihm nichts anfangen. Diese Grundwahrheit hat die charismatische Bewegung noch nicht verstanden.

Das Leid, was von Gott kommt, ist so groß, daß man sich nur noch in seine Arme werfen kann. Der Trost der Welt ist schal geworden.

Die Hölle relativiert alles Leid.

Wer für sein Leben, sein Haus, sein Vaterland kämpft, aber nicht für seinen Gott, der kämpft umsonst.

Wer seine Sünde, auch die bereits vergebene, nicht beweint, vergißt die Wunde, die der Arzt geheilt hat.

Wer glaubt, er müsse keine Buße tun, weil Jesus seine Schuld beglichen hat, der ist ein Zechenpreller - und auch noch stolz darauf.

Wenn die Welt nicht objektiv bestünde, wäre es unmöglich in ihr zu ruhen. Der Subjektivist muß sich die Frage gefallen lassen, warum ihm seine eigene Sicht nicht genügt. (entdeckt durch DvH, Ethik,78)

Im Leiden Christi liegt so viel Kraft. Selbst das Leid der Hölle erscheint dagegen nur ein Mückenstich. Jesus hat mehr Leid getragen, als ein Mensch tragen kann. Wer daher mit Christus leidet, fürchtet nichts außer Gott.

Das Problem jeder Kinder- und Jugendpastoral: man hält sie unerwachsen.

"Nur der Wert zählte; der Preis war unwichtig." Jünger, Begegnung

Es ist schon sonderbar: Jedes Zimmer braucht seine Form. Und nichts ist schwieriger als sie einzuhalten. Bei wem ist schon eine Küche eine Küche, eine Bibliothek eine Bibliothek, ein Schlafzimmer ein Schlafzimmer. Und ob das Wohnzimmer überhaupt ein Zimmer ist, wage ich zu bezweifeln.

Manche Gespräche sollte man führen, als wäre noch ein dritter in Raum. (gewonnen durch Jünger)

"zweites Gewissen" (Jünger) - falls das erste versagt (ich)

Ein Gut kann man auf Verzerrung überprüfen, indem man fragt, ob man dieses Gut dem Geliebten schenken mag, d.h. ob dem objektive Bedeutsamkeit zukommt oder nur eine subjektive.

Kein Gottesbeweis funktioniert, weil alle Kategorien versagen, d.h. das Verhältnis zu Gott kann nicht ausgesagt werden wie das Verhältnis eines Geschöpfes zu einem anderen Geschöpf, sondern einzig und allein als Verhältnis von Schöpfer zu Geschöpf.

Ob es vernünftigt ist, an Gott zu glauben? Das hängt davon ab, was man unter Vernunft versteht. Meist ist es ein Reduktionismus auf syllogistische Schlüsse.

Urlaub klingt fast wie Kurzzeitpflege.

Mag der Tod uns zwei auseinander reißen. Die Hand, die uns verbunden hat, wird uns ewig halten. (nach Joseph Bernhart gefunden)

Der moderne Atheismus hält keine Leichenrede mehr auf Gott. (nach Bernhart)

Wenn einem die Ehe nicht heilig ist, wie kann ihm dann Gott heilig sein?

Atheologen und Atheokratie (Bernhart)

Wie hat die Evolution 2+2=4 hervorgebracht?

Die einzige Alternative zur Amnamnesis ist die intuitive Wesensschau.

Der Moralismus ist die Religion des individuellen Heiles. Der andere ist nur von Belang, insofern ich von Belang bin. Das Christentum bricht damit. Sie ist die Liebe, die im anderen ruht. Sie ist wesenhaft die Religion des Heiles des andern.

Das ideelle Christentum existiert nicht. Nur in der Liturgie lebt das Christentum. Denn das Mysterium, die Idee, wird einzig im Mysterium pro nobis real.

Der Mensch hat den Tod geschaffen. Nur wer um das Wesen der Seele weiß, diese verstümmelte Leben des Menschen nach seinen Fall, wird bereit, diese Wahrheit zu fassen.

Im Brot allein ist kein Leben. (Schmemann)

Fasten bedeutet, sich von der verbotenen Frucht des Paradies frei zu machen. (Schmemann)

Es gibt ein sehr merkwürdiges Geheimnis: Jesus, der das Leben selbst ist, starb. Er war dem Tod unterworfen. Dort beginnt das mysterium mortis sich zu lichten.

"Der Heilige ist in dieser Welt der wahre Revolutionär." Schmemann

Negative und positive Theologie sind eins derart, wie die Lüge ohne die Wahrheit nichts ist.

Die Philosophie ist mit der materia als principium individuationis heimlich katholisch geworden. Das ist der wahre Kuß der Erde.

Die moderne Schulbildung gleicht einer leeren Flasche: Der Inhalt hat sich verflüchtigt, ein Hauch vergangener Zeiten hallt nach. Es wird Zeit, die Bildung in die eigene Hand zu nehmen und die Schule sachgemäß zu vernachlässigen.

Das Grab ist ihr Haus auf ewig, sagt Psalm 49. Bei manchen wäre es besser zusagen: Das Haus ist ihr Grab auf ewig.

So wahr es ist, daß die zweite göttliche Person Mensch geworden, so falsch, das filioque aus der Inkarnation herauszustreichen. Der Mensch bleibt Bild des dreifaltigen Gottes und nicht des einfaltigen.

Weder die Einheit noch die Dreiheit bedeuten eine graduelle, kategoriale Betrachtung des Wesens Gottes. Das ist klar. Ebenso wenig aber bezeichnet die Zwei in den zwei Naturen Jesu eine Zahl Zwei.

Die Zahl ist der Ernstfall des Schöpfers: auch die Eins ist geschaffen.

Der kühnste Gedanke des Christentums: Was Platon die Idee des Guten nannte, blieb nicht Idee, sondern ist Person und wurde Mensch. Gott selbst.

Gäbe es keinen freien Willen, dann bestünde die Welt aus Automaten. Und dann bestünde sie gar nicht.

Immer wenn moderne Menschen etwas Neues ausprobieren wollen, stellt man mit Erstaunen fest, daß das Neue, was sie erfunden haben, gar nichts Neues ist, sondern bloß eine alte Häresie.

Tinte ist dicker als Toner.

Religion kann man ebenso wenig lehren wie machen. Sie fällt in eine ähnliche Sphäre wie die Tugenden. Beides ist ein Fund. Man kann nur beim Suchen helfen.

Die Hitlerproblematk wird klarer, wenn wir ihn neben Decius oder Diokletian stellen.

Das Problem des Werdens besteht in der Univokation von Möglichkeit und Nicht-Sein. Es ist ein ontologischer wie logischer Fehlschluß von einem realen Sachverhalt durch Negation dessen Möglichkeit zu behaupten. Die Verknüpfung ist gänzlich anders. (Beweis: unbewegter Beweger)

Hegel und Schöpfergott schließen sich aus. Es gibt keine Antithese zu to hen.

Der Papst ist der Fels auf dem die Kirche aus Juden und Heiden ruht. Er bezeugt beides. So bewahrt er, daß das Judentum nicht irgendein Volk unter Völkern ist, sondern der edle Ölbaum.

Wenn der Mensch nicht Abbild Gottes wäre - Nächstenliebe wäre völlig sinnlos.

Die meisten Menschen wünschen mit der Beichte, daß ihnen die Sünden und deren Wunden weggenommen werden. Gott gewährt nur ersteres. Denn er will die Wunden nicht heilen, sondern heiligen. Sie werden zum Brautschmuck der Endzeit.

Jede Liebe braucht Zeichen, um brennen zu können. Wer Gott nicht besingt, zu seiner Ehre malt oder wenigstens einen Blumenstrauß zu seinen Füßen niederlegt, glaubt ihn nicht.

Es gehört zu den großen Paradoxien des Lebens, daß ein Künstler selbst über das abgrundtief Häßliche nur staunen kann.

Wenn der Mensch in der Taufe stirbt, dann zieht er Christus an. Und mit Christus zieht er die ganze Heilsgeschichte an. Er hat alles in sich. Das Maß, in welchem er Christi eingedenk ist, ist das Maß seiner Vollendung. Der zeitliche Mensch wird zum "everlasting man".

An der Transzendentalen Ästhetik zerschellen Ideen. Wenn Augustinus recht hat, daß Gott reine Gegenwart ist, dann hat Kant unrecht. Ebenso Netwon. Leibniz hatte die richtige Spur.

Das "nos contra mundum" ist falsch ohne Berufung. Ein Ritter ohne König und Ziel ist der wahre Narr.

Gesundheit ist ein falscher Freund. Für gewöhnlich halten wir sie für einen Zustand der Unbedürftigkeit und im Licht der Freiheit. Gott ist kein Medikament. Er dient nicht unserer Gesundheit. Unsere Gesundheit dient Gott. Daher ist er Arzt.

Einst dachte ich, das Timing in Beziehungen bekommt seine Impulse vom je anderen. In Wahrheit aber steht alle Zeit in Gottes Händen.

Die höchsten Werke der Barmherzigkeit sind wertlos, wenn sie auf keine reine Wohnung stoßen, darin zu ruhen. Die höchste Innerlichkeit ist wertlos, wenn sie nicht der Welt das Leben Gottes spendet.

Das Interessante am Naturalismus ist, daß er die Wahrheit erklären kann, aber nicht den Irrtum.

Eine Religion muß übergeben worden sein, damit sie wahr sein kann. Aberglaube ist ein weltlich Ding.

Der Skeptiker, der dem Christen mangelnde Authentizität vorwirft, glaubt an den Wert der Authentizität.

Eine der am schwersten anzunehmende Wahrheit des Christentums ist, daß Zeit und Raum Geschöpfe sind. Das heißt: Sie sind gut.

Das Geheimnis der Einsamkeit offenbart sich nur dem Liebenden, der trotz aller Gemeinschaft einsam bleibt, während seine Geliebte fehlt.

Warum haben Vögel ihre Gebiete und fliegen nicht wie Touristen umher?

Warum halten Hunde eigentlich keine Katzen in der Hundehütte oder richten sich mit Topfpflanzen ein?

Der Biologe kann mir nicht das Spazieren gehen erklären.

Es gibt nichts so feiges, wie sich im Namen der Freiheit hinter der Freiheit zu verstecken. Eltern, die ihre Kinder "frei lassen müssen", haben desertiert.

Die Wahl Hitlers offenbart den Stand der Moral sehr deutlich: Mit einem intakten Gewissen konnte man ihn nicht wählen.

Die Liebe ist das stärkste Argument der Mission. In ihrer reinsten Form führt sie direkt zu Gott, da sie von ihm motiviert wurde. Sie geht von ihm aus und führt zu ihm zurück.

Das Gedenken betrifft auch die vergangenen Sünden. Sie bleiben Teil unserer Gegenwart, aber verwandelt in Herrlichkeit. Hauptsächlich in Form von Tränen.

Sünden, sie selbst Gott vergessen wollte, sollten wir auch nicht weiter bedenken. (nach Chesterton)

Dem Christentum wirft man vor, die alten naturhaften, irdenen Feste wie das Erntefest nicht verworfen, sondern übernommen zu haben. Man übersieht, daß das Christentum sie übernommen hat, die Natur zu entgöttlichen, um sie vergöttlichen.

Frauen und Männer sind sehr unterschiedliche Zuhörer. Frauen begreifen mehr die Sprechsituation und fühlen sich in den anderen hinein. Männer hören genauer hin und sind näher am Wort. Viele Frauen sind deswegen schlechte Zuhörer, weil sie Motive und Inhalte heraushören, die nicht existieren. Männer, weil sie Andeutungen übersehen. Aus ersterem erwachsen Übel, aus letzterem Abstumpfung.

Ein objektiv ästhetischer Wert: die Gitarre ist gestimmt.

Ein wissenschaftlicher Essay ist auch nicht mehr als eine wissenschaftliche Bolognese.

Wenn der Satz anima forma corporis stimmt, dann ist der Primat der Seele in allen Dingen evident.

Ideenfeste sind dem Herrn ein Graus. Wir gehen ja allzuschnell dazu über zu sagen, das Kreuze stehe zB für Versöhnung. Dabei geht die Wucht verloren. Es macht einen Unterschied bei einem Freitod auf den Schienen, ob man Lokführer, Fahrgast oder Zeitungsleser am nächsten Tag ist. Noch mehr der auf den Schienen. Wer bei der Idee anfängt, liest wenn überhaupt nur den Nachruf. Und der hat noch nie gestimmt.

Die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ohne Beteiligung der elterlichen Seelen ist ein Sakrileg. Der Zeugungsakt selbst hat göttlichen Adel, weil er ein Akt ist. Ein besonderer Akt, weil beide Seelen ursprünglich sind.

Der Atheismus ist so ohnmächtig gegenüber dem Christentum, da er behauptet, Gott sei tot. Das Christentum bejaht und damit ist ihm aller Wind aus den Segeln genommen.

Was sagt Thomas eigentlich zur Ohnmacht?

Wir haben das Sterben in die Hände der Ärzte gelegt. Welch katastrophaler Fehler!

Der Übergang vom gens zur natio hat inzwischen die Familie erreicht.

Arendt hat Unrecht mit dem In-der-Welt sein des Politischen Handelns. Wenn Gott existiert, dann gibt es diese Welt auch ohne menschliche Kommunikation. Eine Selbsttäuschung wäre ohne Gott relevanzlos. Ebenso etwas wie Selbstachtung.

Pfeife oder auch Männerschnulli.

Wir fragen uns, warum Christus für unsere Sünden starb. Dabei wäre die bessere Frage, warum wir nicht für unsere Sünden gestorben sind.

Die Antwort Jesu auf das Kreuz ist die einzige Antwort, die das Problem löst und nicht verschiebt.

Jesus will nicht nur unser Haus betreten und es reinigen. Es sehnt ihn, in uns Abendmahl zu halten.

Die Liebe Jesu geht durch Dornen ohne beschädigt zu werden. Die vollkommene Lebenshingabe, das Zerbrechen als Paschalamm ist viel größer als der Leidensweg. Dieses Feuer ist so stark - keine Sünde kann es schmälern. In Christus ertragen wir die Dunkelheit des Geliebten mit Leichtigkeit.

Jesus verkündet keine Idee, keine Lehre, nicht mal wirklich eine Person, sondern ein Ereignis: Leiden, Tod und Auferstehung Gottes in ihm.

Das Kreuz offenbart die Geschöpflichkeit des Teufels. Wie gerne hätte der Teufel das Kreuz aus Hochmut getragen! Wie gerne wäre er der Erlöser gewesen! Doch das Kreuz war zu schwer und die Schmach zu groß. Denn Jesus litt nicht seine Sünden, sondern die der Menschen. Der Teufel haßt es, wenn ihm Unrecht widerfährt, noch mehr als wenn ihm Recht gesprochen wird. Daher konnte nur Gott selbst dieses Kreuz tragen. Daneben hätte der Teufel nie auch nur irgend ein Opfer tätigen können. Er versucht es, aber er schafft es nicht, denn das Opfer hat stets jemand anderen zum Ziel. Das erschreckende ist aber, daß nur Gott dieses Opfer bringen konnte. Selbst der makellose Mensch, ein Typ vom Formate eines Ijob oder Sokrates, hätte es nicht geben können. Denn nur der Herr des Lebens kann über das Leben verfügen. Jeder Mensch muß Gott um die Gnade des Opfers bitten, um sie zu erlangen.

Unsere Zeit schert sich so sehr um Information und den Gebrauch von Information. Aber es geht nicht im Information, sondern um Akte. Daher geht es um Disposition.

Es gibt direkte und indirekte Modalverben: können, mögen, dürfen - laßt uns, ich lade sie ein, einfach mal, usw.

Gewiß ist die Bibel ein Liebesbrief an mich. Doch die einzig angemessene Reaktion ist, daß mein Leben ein Liebesbrief an Gott wird.

Blogs sind sehr komisch. Die wirklich wichtigen Dinge, was ich ins Tagebuch schreibe, würde ich da nie reinschreiben.

Marias Miterlöserschaft zeigt sich im Stabat mater. Sie hat auch gelitten, obwohl sie ohne Sünde war.

Einen Sinn der Geschichte ohne Offenbarung finden zu wollen, ist absurd. (nach Lewis) Daher sind Teilhard et semini eius aus philosophischen Gründen raus. Es kann notwendig keine Geschichtsphilosophie geben.

Verständnis für Ernst Jünger! Wenn er Thomas Mann träfe und dieser ihm eine Gardinenpredigt kredenzen würde, was bliebe ihm, außer im inneren Monologe zu sich zu sprechen: Wer ist dieser Pimpf?

Die Eltern überlassen ihre Schößlinge sich selbst. Kurz darauf beginnt der Kampf mit ihnen, da die Kinder Aufmerksamkeit suchen. Wie einfach wäre Erziehung, wenn die Kinder vom Schoß der Mutter die Welt erführen!

Wie grauenvoll diese Wenn-dann-Pädagogik ist. Die Eltern kennen nicht das kindliche Staunen über die Welt. Anstatt mit den Kleinen die Welt zu erforschen, sind sie verlangweiligende Spielverderber. Und so schnautzen Eltern ihre Zöglinge mit dem Damoklesschwert an, obwohl sie die Situation selbst verursacht haben. Werdet wie die Kinder!

Noch nie hat wer die Existenz der Seele bezweifelt, der ein Kind in seinen Armen getröstet hat.

Die Erneuerung des Glaubens betrifft den ganzen Menschen. Ein Bischof in Jogginghose ist falsch.

Die reifere Liebe ist wie ein gezähmter Löwe: nach einem harten Tag ohne Zärtlichkeit fällt der Löwe nicht über die Löwin her. Ein Blick der Ehrfurcht genügt, um die Seele mehr zu salben, als alle körperliche Sinnlichkeit zusammen auch nur ansatzweise vermöchten.

Die Gnade Gottes ist so eigenartig gnädig. Sie kommt, um uns zu ermutigen, wenn wir vor den Trümmern unserer selbst liegen. Jona regt sich über die Verschonung Ninives auf. Und so ärgern wir uns, wenn er uns verschont. Wir sind so schlechte Kinder! Und dennoch umarmt er uns. Gnade über Gnade. Ich hätte mich schon längst selbst aufgegeben.

Allzuleicht übersehen wir, daß uns in der Eucharistie der kosmische Christus begegnet. Der Gegensatz von kleinem Stück Brot und dem ganzen Leben Gottes ist, zugegeben, sehr groß.

Maria blieb bei der Geburt reine Magd. Der Fluch, der der Geburt unter Schmerzen galt, war gewichen. Daher können wir auch sagen: für Jesus gab es keinen verfluchten Acker. Und so auch für alle Kinder des Geistes nicht. "Das Joch ist nicht drückend und deine Last ist leicht."

Wenn wir nicht ohne Unterlaß beten, verleugnen wir Jesus, wenn wir geprüft werden. Homosexualität? Jede Aussage sollte durch das Feuer des Gebetes gegangen sein.

Eine Niederlage, die wir selbst verdauen können, ist gar keine, sondern nur ein Stück Stolz.

Es ist schwierig, nach dem Falle auzufstehen. Denn die Scham Adams ergreift uns. Wie viele Gebete werden unterlassen aus Scham?

Isaak wurde verschont, Christus nicht. Gott hat Abraham gewährt, was er sich nicht gewährte. Die Typologie ist sehr interessant.

Wie man Apostel wird? Man muß das, was die Jünger erlebt haben, erleben. Wer nicht am Tabor, im Abendmahlssaal, unterm Kreuz und hinter verschlossenen Türen war, wird nicht von Galiläa aus ausgesandt.

Sobald Jesus ins Spiel kommt, geht der Wein aus.

Komvertiten haben ein hohes Maß an Eifer, da sie mehr um das Geheimnis von Not und Erlösung wissen. Der je katholische kennt diese Not nur schlecht. Aber er kennt den Schoß Gottes sehr gut. Er ist so wichtig, um die Geborgenheit zu lehren. Sein Vertrauen braucht keine Zeichen.

Liturgie ist der Kehrwert der Inkarnation: für einen Augenblick (Obacht!) begibt sich der Viator in den Comprehensor.

In der Liturgie wird die Analogie überwunden.

Wir brauchen keine Angst vor unseren Götzen zu haben. Unser Gott ist ja mächtiger.

Die Rede vom täglichen Kreuz erleichtert nicht, sondern erschwert. Nicht nur Sonntag ist Ostern, sondern täglich: täglich leiden, täglich sterben, täglich auferstehen.

Wenn die Philosophie ars moriendi ist, so ist die Theologie ars suscitandi.

Die Arbeit nicht zur Ehre Gottes kann nur Abbild des Götzendienstes sein. Sie ist daher Werk am Urstolz. Der Mensch, der Gott nicht wissen will, verherrlicht die Arbeit und sich selbst durch Arbeit. (im Anschluß an Logik der Tat, Vorwort)

Der Atheismus ist in seinem baren Wesen Romantik des Proletariats.

Das Gefühl des Älterwerdens legt oft weniger Rechenschaft von der Alterung ab als von der grassierenden Verkindung des Umfelds.

Verhält sich Sklaverei zur Freiheit wie Lüge zur Wahrheit? (Idee kam bei Blondel,3)

Das Mysterium iniquitatis hat seinen höchsten Schatten in der Liebe. Eine Tat, die vor Güte überfließt, führt trotz aller Dankenswürdigkeit zur Vergeltung.

Die Ethik im Lichte Gottes ist so schwierig, da in Gott Person und Gemeinschaft eins sind.

Die Würde des Menschen verteuert sich im Wagnis der Totalität. Gott hat keine dunkle Stelle, sondern nur lichte Fülle. Der Mensch aber hat Flecken. Die Obskurität braucht Tugend. Bei Gott ist das anders. Der Schmerz liegt nicht im Dunkel, sondern der Unvollkommenheit.

Das Christentum hat dir größte Plausibilität: Jeder Mensch ahnt, daß das beste Schnitzel auch das teuerste ist. Das höchste Gut erfordert den höchsten Preis. Das Christentum ist die einzige Religion, die diesen Preis predigt.

"dem Ziel näher kommen heißt sich vom Wunschbild entfernen" Blondel,Action,38

Da der Tod und die Auferstehung Jesu das einzige Heilmittel gegen die Sünde ist, sollten wir die Sünde umso ernster nehmen. Sie ist der tiefste Abgrund, den kein Mensch ausfüllen kann.

Je mehr pädagogische Materialien wir haben, desto mehr verlieren wir die Fähigkeit zuzuhören und zu betrachten.

Am Anfang ist das Gebet harte Demütigung: eines Gottes bedürfen. Am Ende ist Gebet sanfte Erhöhung: Bedürfnis Gottes zu sein.

Christus starb nicht für sich. Gott braucht das Kreuz nicht. Wir aber brauchen es. Daher starb er einzig und allein für uns.

Der Stand der Gnade bedeutet die Herrschaft des Heiligen Geistes in mir. Wer in seiner Schwachheit fällt verliert selbst bei großen Sünden diese Herrschaft nicht. Aber es kann sogar eine kleine Sünde den Geist vertreiben und den Selbstand aufrichten, die Herrschaft des Selbst. Ein kleiner Apfel kann hinreichend sein.

Die Sakramente dienen nicht dem Werden, sondern dem Bleiben in Christus.

Den Barmherzigen Vater in der Beichte zu verorten, ist sehr unorthodox. Denn das Gleichnis ist Bild der Taufe, Firmung und Eucharistie: neues Leben, Gewänder des Königs und Festmahl.

Wer verstanden hat, warum eine Person eine inkommensurable Substanz ist, weiß auch warum alle Argumente gegenüber Embryos bloß akzidentelle Nebelkerzen sind.

Der König wird gesalbt, nicht gewählt. Als Zeichen Christi stirbt man sich und dient. Man wird durch die Salbung Knecht.

Meine Zeit steht in Gottes Händen: Paulus verschwand für 10 Jahre von der Bildfläche und wurde Apostel. Wer bin ich Gott, Zeit und Auftrag für mich zu diktieren? Er führt mich doch und gibt mir alles, was ich dafür brauche. Meistens merke ich es nur nicht.

Der Mensch ist nicht bloß Abbild der Liebe Gottes, sondern gar dessen Frucht.

Während der Schlacht wächst der Mensch über sich hinaus und findet ungeahnte Kräfte vor. Aber nach der Schlacht, sei sie auch gewonnen, fällt er in eine Ohnmacht, deren Lösung mehr Kräfte erfordern, als die Schlacht selbst geborgen hat.

Christus hat nicht Teil an Gott, sondern hat das pleroma Gottes. Und das ist eine Konsequenz göttlicher Liebe. Das ist der Unterschied zur metexis Platons.

Jesus, das Alabastergefäß, wird im Tode zerbrochen. Daher erschien er nicht mit Heiligen Geist, sondern im Heiligen Geist. Er konnte gar nicht anders, als sich selbst und damit den Geist zu verströmen.

Das vulgäre Christentum ist eklig. Sehr eklig. Nur der Skeptiker darf zum Berg des Herrn. Nur der wahrhaft leidende. Der vulgäre Gott ist homöopathisch.

Die Eucharistie ist Ziel. Merken wir uns das. Eine Firmung, die nicht zur Eucharistie führt, ist wirkungslos. Eine Beichte, eine Ehe, gar eine Taufe ohne Eucharistie, ist wirkungslos. Wie ein Priester, der nicht Eucharistie feiert und nicht Eucharistie wird.

Was Paulus über Gerechtigkeit sagt, ist der Grund aller Offenbarung: selbst wenn der Mensch dem vollkommenen Gesetz, selbst wenn es übernatürlich wäre, genügen würde, reichte es nicht zur Erlösung. Denn das einzige Gesetz, was erlöst, ist Gott selbst.

Echte Gemeinschaft mit Christus schließt alle Sünde aus, denn er hat keine Sünde, die man mit ihm gemein haben kann.

Wenn der Widerstand, den Jesus laut den Evangelien erfährt, wahr ist, dann hatte er ipso facto den Anspruch, den die Evangelien behaupten. Hätte er ein Gottesbild wie seine Kritiker, dann wäre er ihnen nicht zum Skandal geworden.

Im Menschen findet sich eine sehr eigentümliche Fähigkeit: Er hat Teil als Viator am Comprehensor. Er ist in der Lage, Dinge nicht nur dem Wege nach, sondern auch der Fülle halber zu schauen. Inetwa so wie man ein Bild betrachtet.

"Beim Tod kehrt darum der eine zur Erde zurück, aus der er hervorgegangen war, während der andere in Christus eingeht, von dem er genommen war." (Kabasilas, 155)

Es gibt unterschiedliche Arten der Möglichkeit. So macht es einen Unterschied, ob eine Sache nur im Kopf real werden kann oder in der Wirklichkeit. Nur letzteres hat die Macht zur Veredlung.

Machen wir uns klar, daß das Kreuz der Pfosten ist, der mit dem Blut des Erlöser besprengt ist. Wenn sein Blut auf uns kommt, weil wir mit ihm gekreuzigt sind, dann kann der Todesengel uns nichts anhaben.

Das abendliche Symposion der Familie ist der Kriegsrat des Reiches Gottes.

Liebe heißt sich selbst in der Gemeinschaft zu gewinnen.

"Beim Schreiben entwickelt sich eine übertriebene Reinlichkeit; der Gedanke strebt die immer feinere Fassung an, der grammatische Zweifel beginnt den freien Fluß der Ideen zu hemmen und steigert sich bis zur subtilen Spielerei. So entsteht ein gefilterter Stil, der zuweilen durch seine unfruchtbare Schönheit und künstliche Gesundheit verblüfft, eine Prosa für Vegetarierer. Dem entspricht ein leerer Klassizismus in der bildenden Kunst." E. Jünger, Das abenteuerliche Herz, 84

Die primäre Art des Strafens Gottes liegt im Gewissen. Gott läßt einen wissen, daß seine Liebe nicht erwidert wird. Das schlechte Gewissen: wird sind betrübt über uns selbst.

Es gibt eine Typologie der Umarmung. Da sind diese halbherzigen Begrüßungsumarmungen, als ob man Aussatz hätte. Dann die Umarmungen, bei denen man den anderen zart und vertraut umschließt. Dann das sehnsüchtige Umranken zweier Liebenden. Schließlich die Umarmung, die sich in die Arme des anderen wirft, sich um dessen Hals wirft, wie das Kinde bei der Mutter.

Der Wille ist etwas sehr merkwürdiges. Es ist nicht nur so, daß das Streben nach dem höchsten Gut von oben gehalten wird. Es ist gar so, daß es von oben kommt "wie tauender Regen". Die Erfüllung des Willens ist nicht Folge des Willens, sondern Gnade.

Der einsame Zecher

"Die Geologie der menschlichen Seele ist eine besondere Wissenschaft." Jünger, Sizilischer Brief, 6

"Nein, das Wirkliche ist ebenso zauberhaft, wie das Zauberhafte wirklich ist." Jünger, Sizilischer Brief,8.

Das absolut Neue des Kreuzesopfers ist, daß es nicht nur für uns, sondern uns dargebracht wurde. Nicht Gott soll aus dem Kelch trinken und das Brot essen. Wir sollen ihn selbst essen. Jesus opfert sich uns. Zugleich können wir nun das einzige Opfer darbringen, was Gott gefällt: wenn wir uns mit Jesu Leib und Blut verbunden haben und so Gott die makellose Opfergabe geben.

Jesus speiste zum Zeichen 5000. In der Eucharistie speist er Millionen. Es ist die wahre Vermehrung des Einen Brotes.

Es ist eine alte Frage, warum Gott seinem Volk in der Wüste komplizierte Gesetze auferlegt. Wer aber selbst die Wüste erlebt hat, weiß was ihn durch die Wüste trägt: Gottes Weisung. Ohne das Gesetz kommt selbst der stärkste Mensch in der Wüste um.

"Es schreiben heute unendlich mehr Kranke über die Krankheit dieser Zeit als Gesunde oder gar Ärzte." Haecker, Mensch, 56.

So wenig der Mensch etwas schöpfen kann, so wenig kann er entschöpfen und es ins Nichts versinken lassen. Wenn der Mensch nichtet, zerstört er nicht das Sein, sondern stürzt es um ins Chaos, dh die Unordnung. (nach Haecker, Mensch, 100)

Uns ist es nicht ganz klar. Auch ein Fulton Sheen war eine einsame Leuchte im Dunkel der Welt. Wir denken, damals war es besser. Nein, das war es nicht.

So wie der Altar das Kreuz ist, an den der Herr gehangen, so sind unsere Kreuze Altäre des Höchsten.

Der erwachte Mensch versucht zunächst noch das brennende Haus zu löschen. Doch dann begreift er: Wir haben hier keine bleibende Statt.

Wenn es keinen wahren Gottesdienst gibt, so bleibt uns nur Götzendienst.

secundum gratiam vivere

Natürlich können wir die Werke der Natur tun. Doch dazu kam Jesus nicht in die Welt. Receperunt mercedem suam. Unsere Werke liegen jenseits dessen.

Der Vorwurf gegen die Rolle der Kirche während des Nationalsozialismus verfehlt seine Wirkung, da Kirche nicht nach menschlichem Ermessen, sondern göttlicher Einrichtung zu messen ist. Kirchlicher Widerstand äußert sich zunächst im Herzen, dann in den Händen. Die Kirche hat andere Ziele als der Staat.

Der Mensch darf kein Individualwahlrecht haben. Er muß eingebunden sein in Bande, die ihn übersteigen, und von dort aus sein Recht als Vorsorgepflicht ausüben. Es ist Teil seiner Verantwortung, die er in Stand, Beruf, Gemeinschaft, Familie trägt. Alles andere wäre eine Monade.

Der Katholische Imperativ: Handle stets so, daß die Maxime deines Handelns Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung des Reiches Gottes sein kann.

Handle stets so, daß du die Ebenbildlichkeit und Ähnlichkeit Gottes im Menschen sowohl in deiner Person als auch in jedem anderen Menschen nie bloß als Mittel, sondern auch als Zweck gebrauchst.

Mit Büchern ist es wie mit Tugenden und Sünden: Interessierst du dich für eines, so letztlich für alle. Interessiert dich eines nicht, so letztlich alle nicht.

Die Bedeutung des Theaters als moralische Anstalt ist insofern richtig, da es sich nicht Schulpädagogik im Fache Ethik handelt und nicht deren Illustration dient, sondern der enthemmende Zündfunke, der uns antreibt, unser Leben zu vervollkommnen.

Eine These: Die Fähigkeiten der Ästhetik, der sinnlichen Wahrnehmung, hängen ab von der Theorik und der Ethik. Nur der ethische Mensch sieht den Zusammenhang der Ästhetik, die ihn zwischen sein jenseits und das jenseits Gottes stellt.

Die knifflige Aufgabe des Künstlers liegt darin, seine Schwingen auszubreiten und sich über das mechanisch-reproduzierbare üblicher Kunstklischees zu erheben. Er muß falschen Pathos brechen.

"Das Schicksal des Menschen wurde standardisiert." Tarkowski, 125

Die Tragödie an den Kunstübungen der jungen Schüler: Sie sollen Miniaturen verfassen, also die schwierigste Form, wofür wahre Meisterschaft nötig ist. Das kann nur schief gehen.

Reisende Eltern sollten sich immer fragen: Wie wird aus der Bahn ein Abenteuerspielplatz?

Das Kunstwerk ist eine adaequatio, die nicht substituierbar ist. Jede Transposition ist ein Reduktionismus.

Angenommen, ein PC würde durch Künstliche Intelligenz ein Buch digital verfilmen? Wie würde es aussehen? Welche Klangfarbe hätten die Stimmen? Welches Sprechtempo? Und welche Hintergrundmusik würde er einsetzen? Ein klareren Beweis gegen die KI gibt es nicht.

Soziologie ist Behaviorismus angewandt auf die Gesellschaft.

Beten kann ein Irrglaube sein. Viele Menschen beten, um sich nicht mit Gott zu beschäftigen. Sie plappern. Denn sie führen kein geistliches Leben. Die Seele muß sich zu Gott erheben. Dann beginnt erst ein Dialog.

Die erste Voraussetzung des echten Zuhörens liegt im sursum corda. Wir erheben unser Herz zum Herzen unseres Gegenübers. Dann heißt es: cor ad cor loquitur. So sehen wir auch, daß jedes echte Gespräch ein Confiteor braucht.

Der Dichter besingt und so ist es mit jedem Kunstwerk. Jede Kunst muß auf den Wert der Schönheit antworten.

Die Psalmen sind ein wärmendes Bad und ein knisterndes Feuer in kalter Winternacht.

Adoptivkatze

genuflex forte

Das Gleichnis vom Kaufmann und der Perle sagt zu uns auch: Echte Schönheit ist selten.

Die beste Schule ist wie Schwimmbad. Einfach dasein, den Tag dahinfliegen sehen und sich freuen.

"Freiheit - das ist das Bringen von Opfern im Namen der Liebe." Tarkowski,260

"Denn mit den Mitteln filmischer Wirkung kann man sein Publikum erheblich leichter und schneller verderben und geistig hilflos machen, als dies in den alten, traditionellen Kunstarten möglich ist." Tarkowski,269

er ergrünte

Wer Ruhe sucht, um Gott zu finden, der wird ihn nicht finden können. Denn dann hat er Gott in seine kleine, enge Welt hinabgezerrt als wäre ein begrenztes Wesen, was man aufsuchen oder wegsperren könnte. Die Gottesruhe liegt jenseits dessen.

Die Gegenwart Gottes erscheint den Fortgeschrittenen auf dem Wege Christi wie ein Werkstattradio, das alle Arbeit begleitet. Den Heiligen aber ist es umgekehrt: Alle Arbeit begleitet die Gegenwart Gottes.

Unsere Andacht muß über den Gipfel des Kalvarienberges führen.

"Die Natur tut nichts vergeblich" ist ein pantheistischer Satz. Nur Gott tut nichta vergeblich, nur sein Wort kehrt nicht leer zurück.

Wenn du Gott wie ein Kleid angezogen hast und er dich umhüllt, dann berührt, wer dich berühren will, zuerst Gott. (Meister Eckart)

Wenn Gott deine Zunge umhüllt mit Süßigkeit, dann schmeckt dir alles süß. (Meister Eckart)

Communio heißt letztlich: ein Gut zu teilen, was man alleine nicht verkosten kann und was alleine gar nicht existiert. Aufgrund dieses transzendenten Charakters ist jedes gemeinsame Gut höher als das höchste für sich selbst.

Die Aussendung der Jünger zuzweit beginnt mit Exorzismus und Umkehrruf. Das ist das erste: Gefäße reinigen. Das ist das Initium der Mission. Wider den Dämonen!

Das Herz ist ein Foliant, Codex, eine Bibliothek. Wir entscheiden über die Schriften.

Warum kann Jesus keine Wunder ohne Glauben tun? - Weil ein Wunder, was das Herz kalt läßt, belanglos ist.

Früher dachte ich, die Universität wäre ein Ort für Erwachsene. Doch selbst bei den Dozenten gibt es Zweifel.

Da die Wirkung nie größer sein kann als die Ursache, muß Gott die Seele erschaffen haben.

Die Kirche hat nichts aus sich heraus. Daher hat sie auch keine eigene Kultur. Sie durchsäuert alles von unten und zieht es hinauf ins Licht. Die Katharer meinten, es ginge auch anders. Ein Frevel!

Ohne die Eucharistie hätte nichts mehr Geschmack. Alles wäre fad, weil der Kaufpreis, das Blut Christi, alles andere substanzlos macht.

Katholische Politik ist durch die Verzerrung des Begriffs des Politischen schwierig geworden. Der katholische Teilhaber an der weltlichen Macht verschwindet hinter dem Amt. Er hat keine Interessen, die er durchsetzen könnte. Er kann daher auch für keine Interessen streiten. Politik, die sich über Interesse definiert, ist ihm per se unzugänglich.

lex credendi lex orandi - Wer nicht betet, der glaubt nicht. Wer nicht aus den Sakramenten lebt, lebt nicht aus dem Glauben.

Es gibt ein Epigramm von Martial gegen Arendts These der Umwelt: Amissum non flet cum sola est Gellia patrem Si quis adest, iussae prusiliunt lacrimae non luget quisquis laudari, Gellia, quaerit Ille dolet vere, qui sine teste dolet.

Ist das Selektionsgesetz der Evolution selbst das Resultat einer Selektion? regressus...

Denken wir noch einmal über den Nominalismus nach: Wenn nur das konkrete Einzelding Sein besitzt, dann fallen viele geistige Dinge. Rechtliche Personen sind vielleicht das interessanteste Beispiel. Daher kann der Nominalismus nie wahr sein.

Der Geist und die Seele sind nie möglicher Gegenstand sinnlicher Wahrnehmung.

Wenn eine Zelle mutiert, betreibt sie für gewöhnlich Apoptose. Nun mutiert eine Zelle, um der Evolutionstheorie zu genügen. Woher weiß die Zelle, daß sie keine Apoptose betreiben soll?

Wenn es unveränderliche Werte gibt, dann ist jede diskursive Annäherung an sie per se gegenstandslos, da ihre Gültigkeit sowie die Konformität ihnen gegenüber vollkommen unabhängig von jeglichem Diskurs ist, da das antwortende Wertzentrum in der Person und nicht zwischen den Diskursteilnehmern liegt. Eine Diskursteilnahme ist damit ipso facto Zeitverschwendung.

Warum gibt es eigentlich nur ein Periodensystem und nicht etwa 13?

Wer meint, man müsse den Thomas studiert haben, um Christ zu sein, der ist ein Trottel. In der Kirche ist Platz für jeden, auch die Ungebildeten.

Die Unwissenheit vieler Theologen beruht auf mangelndem Vertrauen, dh Glauben, gegenüber Glaubenswahrheiten. Da sie sie vorurteilsgemäß ablehnen, haben sie gar nicht die Fähigkeit, die betreffende Glaubenswahrheit zu erkennen, denn sie lassen es nicht zu, daß das göttliche Licht ihnen leuchtet.

anima forma corporis - wenden wir es auf die Schrift an und wir haben eine Theorie des geistlichen Schriftsinnes.

Es gibt schon einen Unterschied zwischen uns und den Menschen zur Zeit Jesu: Jeder konnte ihn damals nur sehen. Heute sehen ihn nur wir im Brot.

Ein echter Theologie wächst mehr in die Bibel mit jedem Tag. Ein Theologie, der nicht in der Schrift wächst, ist ein Blender.

Die Propheten haben früh gesprochen, nicht spät. Die Exegeten verpassen diesen Punkt immer. Man muß umkehren, solange man umkehren kann. Wenn der Krieg verloren ist, dann bringt Umkehr nichts mehr.

Filialen des Himmels (van der Meer)

Wird das christliche Europa untergehen? Nordafrika fiel auch. Und schauen wir auf Jerusalem. Wir haben hier keine bleibende Statt.

Das zentrale Moment der Evangelisation ist die Umkehr. Die Werke der Finsternis abzulegen steht am Anfang. Sonst würden wir Menschen nicht in die Kirche, sondern in die Freudenhäuser führen. Solange Sünden nicht als Sünden bezeichnet werden, gibt es keine Heilung.

Das Problem Teilhard de Chardins ist nicht Darwin, sondern Scheler.

Es gibt sehr subtile Sünden. Man kann alle 10 Gebote einhalten und dennoch gegen alle verstoßen. Denn sie sind hierarchisch. Wer das erste nicht als erstes nimmt, der kann die anderen gar nicht halten, weil die Voraussetzung fehlt.

"The poor need you to get out of poverty. You need the poor to get out of hell." Kardinal George OMI

Die Predigt ist ein Akt der Zeugung. Also gebt euch Mühe, ihr lieben Priester! - Kreier

Das größte Schrecknis bei der Unterscheidung der Geister liegt darin, daß Gott unseren Willen ernst nimmt. Er fordert von uns eine Entscheidung ab, wo wir doch gerne die Last gerade durch die Unterscheidung ihm aufbürden wollen.

Meister Eckhart: Wir sollen Gott für unsere Sünden danken. Wenn sie nicht zu unserem Besten gereichen würden, hätte er sie nicht zugelassen.

Naturgesetz. Ein Wort, was gegen die Philosophie verstößt. Anima forma corporis. Naturgesetz bezeichnet das Gegenteil.

Es ist mühsam Der Herr von Guardini zu lesen. Es ist eine seltsame Gattung: Eigentlich Betrachtungen, Stoffe für Stunden zum Verweilen, und doch so viel, daß man nicht zu sehr kleben darf, um weiterzukommen.

"Wer mich sieht, sieht den Vater." - Das gilt auch für unser Leben. Wir wissen erst durch unsere Söhne, wer wir sind.

Für die Verkündigung des Evangeliums sollten die Apostel kein Geld nehmen. Das würde dem Evangelium die Kraft nehmen. Und so ist es heute.

Die Auferstehung des Lazarus offenbart uns nicht nur die andere Qualität der Auferstehung Jesu, sondern auch wiederum umgekehrt unsere eigene Auferstehung. Der Märtyrer ahnt schon die Stimme Jesu, die ihn ruft: Komm heraus!

Wegsehen, sagt Jesus, tun die Leute, die ihn nicht kennen. Die Bischöfe haben weggeschaut. Im Besitz steckt schon der Egoismus. Erst wenn der Besitz in das bonum commune fließt, dann wird er eigentlich. Was Paulus über die Gnadengaben sagt, gilt ebenso auch für die natürlichen Gaben.

Es gibt ein doppeltes für uns: um unseretwillen und an unserer statt. Erst beides zusammen ist richtig.

Die Familien zerfallen von innen. Ebenso zerfällt der Staat von innen.

Wir erkennen die Pubertät zu spät. Erst wenn die Symptome im Zenit stehen, reagieren wir. Dann ist der Zug schon in voller Fahrt und schwer zu bremsen.

Alle Riten, die ins erwachsene Leben einweihen, finden vor der Pubertät statt und nicht während oder später.

Die Familie ist hierarchisch aufgebaut. Der Vater ist der Kopf. Wenn er fehlt, ist es wie die 10 Gebote ohne erstes Gebot. Der Rest kann nicht funktionieren.

Christus ist der Mediator, weil niemand geben kann, was er nicht empfangen hat. Da Gott die erste Liebe ist, kann es ohne ihn keine zweite geben.

Bürgertum heißt verwurzelt sein in der Welt. Heiligkeit heißt verwurzelt sein in Christus.

Die heidnische Ehe, in sich geschlossen und um sich selbst drehend, ist ein Synonym von Bürgertum.

Der Sohn Gottes kommt anders zum Vater als er ausgegangen war. Aber was ist anders? Seine Wunden. Das sind wir. Er kommt nicht leer zurück. Er bringt uns an seinem Leib zum Vater.

Sünden sind das einzige, was wir Gott geben können, was er nicht hat.

Warum Hitler gewählt wurde? Aus dem gleichen Grund, warum Menschen ohne Gottesbeziehung in der Kirche sind.

Man kann sich an die Beichte gewöhnen, wie man sich an die Sünde gewöhnen kann.

Der Gerechtigkeitssinn fordert, daß der Übertreter der Gerechtigkeit die Last seiner Schuld zu spüren und zu tragen habe. In der Umkehr verwandelt der Büßer die Last durch das Joch Christi. Sie wird leicht und willig, wo sie zuvor schwer und mürrisch war. Die Gerechtigkeit wird geprellt. (nach Guardini, Der Herr, 4, VII)

Umkehr ist schon Gnade. Denn der Bekehrte hat sein altes Ziel aufgegeben und das neue in den Blick genommen. Die Gnade zieht ihn nun.

Die Ungleichheit der Menschen ist nicht mit der Gerechtigkeit vereinbar. Daher beraubt der Kommunismus den Menschen die Individualität.

Im Auge Gottes ist es noch schlimmer. Gott gibt nur einen Lohn: Christus ist der eine Denar. Es ist töricht mehr als Christus zu wollen.

Die natürliche Ehe ist aus Staub genommen, die Christliche aus Christus.

Das Sakrament der Ehe ist Bild der Taufe: Der eigene Wille wird gekreuzigt; stirbt, um im Wille Christi aufzuerstehen. Im Sakrament sterben die Eheleute, um durch die Wasser des Heiligen Geistes in der Ehe aufzuerstehen.

Anima forma corporis heißt auch, wenn Mann und Frau ein Fleisch werden, auch nur eine Seele haben, die dieses Fleisch regiert: den Geist Christi.

Das 19. Jahrhundert forderte eine intellektuelle Konfrontation. Sie griffen das Dogma an und die Kirche verteidigte das Dogma. Diese Zeit ist vorbei.

Die Dogmatik, so wertvoll sie ist, schwebt immer in der Gefahr das Wort Gottes seiner Kraft zu berauben. Das Zeugnis ist die ursprüngliche Kraft des Wortes: das Leben der Heiligen und die Schönheit der Schöpfung.

Man kann nicht dogmatisch in das Christentum einführen. Es gibt nur Mystagogie geboren aus Kontemplation und vertrautem Zwiegespräch.

Unser väterliches Erbe ist unwiderbringlich zerstört. Wir können nicht zurück und die Geschichte unserer Väter fortschreiben. Wir müssen eine neue, vererbbare Geschichte annehmen.

Was Guardini über den Segen schreibt, ist eine grundlegende Kritik an kirchlichem Handeln. Wie ein Chirurg. (Zu Der Herr, 4, XI)

Das Werk des Christen ist Selbsthingabe an Gott. Wir nennen das auch Glauben.

Im 19. Jahrhundert verlor der Adel sein geistiges Erbe. Er mußte zwangsläufig untergehen.

Die praeparatio mundi besteht vor allem darin zu wissen, was man Gott alles opfern muß: Platon, Goethe, etc.

Die Wertewelt wird von unten erklommen. Das muß in Irrtürmern landen, da die Werte hierarchisch sind und wir sie von unten nicht richtig sehen.

Es ist falsch, die Werte als Entfaltung des Logos zu betrachten. Das wäre Panentheismus. Sie sind keine Ausformungen einer göttlichen Entelechie.

Alle Werte sind transzendieren. Sie übersteigen sich und fordern, sie zu verlieren um Christi willen, der sie transzendiert. Diese Kluft zwischen Wert und Christus wird von oben durch die Gnade gefüllt, indem ihm das Siegel Christi eingeprägt wird.

Heidegger sah sehr präzise die Abkünftigkeit der Welt. Aber auch er machte den Fehler die Welt in zwei zu teilen, in man und eigen. So sprach er den Menschen von der Verantwortung frei. Das man hat aber seine Wurzel im Eigen.

Die Vergebung bleibt eine Halbwahrheit, wenn wir nicht sehen, daß die Sühne für den, dem Vergeben wird, notwendig ist. Zur Wahrheit Christi wird die Vergebung, wenn wir sehen, daß er am Kreuz die Sühne geleistet hat. Zu unserer Wahrheit wird sie, wenn wir selbst sein Kreuz tragen und für den Nächsten sühnen.

Es gibt keine größere Strafe, als von der Gnade freigesprochen zu werden.

Würden wir in der Beichte auf vollständige Reue beharren, dann wäre Christus umsonst gestorben.

Es gibt keine in sich schlechten Mittel. Selbst Verhütungsmittel sind nicht schlecht. Mittel sind insoweit schlecht, als die Ziele, wofür sie gebraucht werden, schlecht sind. Da Verhütung in sich schlecht ist, sind es auch Verhütungsmittel.

Ein Mysterium der Genetik liegt in ihrem begrenzten Zeicheninventar. Wie entstehen Gene? Zufällig generierte Wörter haben nur Bedeutung, wenn sie die Gestalt bekannter Wörter haben. Es ist ebenso nicht bekannt, einen sechsten Vokal im Labor erzeugt zu haben.

Wie sich das Unheil der Auflösung vollziehen wird: Erster fällt der Bundesstaat, sodaß die Landesstaaten übernehmen; dann fallen die Landesstaaten und die Städte übernehmen. Dann sind wir wieder da, wo wir im frühen Mittelalter waren. Der Staat stirbt und das Reich lebt.

Der sicherste Weg, die Todesstrafe wiederzubeleben, liegt darin, sie zu verbieten.

Ob die Demokraten merken, daß im Bürgerkrieg Demokratie nicht funktioniert?

Das demokratische System gewährt keine Unabhängigkeit vom Zeitgeist. Man wird daher die Macht an bewährte Leute binden.

"Und, Papa, was hast du in deinem Leben getan?" - "Fernseher verkauft..." kann man da noch in den Spiegel schauen?

Zur Würde des Menschen gehört die Bedeutsamkeit. Was nützt eine Freiheit, die nichts verändert, deren Taten in die Bedeutungslosigkeit fallen? Es wäre die vollständige Auflösung der Existenz.

Das Gefühl der schlechthinnigen Blödsinnigkeit.

Jesus in Jerusalem: er diskutiert nicht, er überzeugt nicht, er will nicht gefallen. Er weiß um die Zwecklosigkeit. Er stirbt als Zeuge und Zeugnis Gottes. Das allein ist sein Sinn. (vgl. Guardini , Herr 4,VI)

Das Dogma ist das Rückgrat des aufrechten Menschen.

Seit dem Pascha Christi gibt es kein Leid mehr im eigenlichen Sinne, sondern nur noch dessen biologischen Bruder, den Schmerz. Vorher war Leid der Schlag Gottes, die Kehrseite des Guten, Wahren, Schönen. Mit Christus wurde es Ähnlichkeit mit ihm und daher selbst gut, wahr und schön.

Wenn ich sage: Ich habe keinen Bedarf, wie soll dann jemand anderes sagen: Ich habe einen Bedarf. Warum sollte ich etwas dem anderen voraus haben? Wenn ich es nicht will, will es der andere auch nicht.

Das Wesen Gottes, scharf genommen, ist so paradox, da man nicht das Wesen, sondern nur die Person lieben kann.

Die einzige Möglichkeit, seines Kreuzes ledig zu werden, besteht nicht darin, es von sich zu werfen, sondern von ihm abgenommen zu werden, nachdem man daran starb.

Nach dem ersten Fall wird uns das Schweißtuch geschenkt, nach dem zweiten begegnen wir Maria, nach dem dritten werden wir entkleidet, um durch das Bad des Blutes zu steigen.

Die Philosophie verbleibt immer in der Immanenz. Selbst das Transzendete ist Teil des Geschaffenen und hat daher nur einen Maßstab innerhalb des Geschaffenen. (durch Guardini, DH, Gethsemane,465)

Da Christus nicht von der Welt ist, kann er nicht mit ihr vergehen. Die Welt zerbricht, er nicht. Je mehr ich Christus anziehe, desto weniger kann die Welt mich berühren, herabziehen, vernichten.

In gewissem Sinne glich Christus Adam, als im Garten Gethsemane war: Christus hatte nichts, was ihn entsprach. Die gefallene Welt war zu klein, um sich darin liebend als Bräutigam einzufinden. Sie war keine Braut. Durch ihn aber wird sie zur Braut.

Die antike Polis war auch damals liberal im Sinne des 18. Jahrhunderts. Denn das bonum commune war durch Teilhabe des Einzelnen bestimmt. Träger der politischen Tugenden ist das Individuum. In der wahren Metaphysik der Gemeinschaft, ist das aber die Gemeinschaft selbst.

Keuschheit, Armut, Gehorsam sind politische Tugenden, die der Antike fremd sind.

Der Wert einer Handlung hängt von der Güte ihres Zieles ab. Sex ohne Kinder zu kriegen ist daher nichts wert.

Das Kreuz Christi ist unableitbar. Es ist Offenbarung. Daher kann es kein rationales Argument dagegen geben.

Die anthropologische Wende hat die Geschichtlichkeit getötet und das eigene Fragen zur Norm erhoben. Ein Herr der Geschichte macht keinen Sinn mehr. Wir brauchen eine heilsgeschichtliche Wende.

Das Opfer setzt nicht nur echte Liebe voraus, um zu existieren. Es braucht auch eine religiöse Bedeutung. Denn sonst mag es aus Liebe geschehen, doch bliebe es vergeblich.

Wer die Inkarnation notwendig, das Kreuz als kontingent auffaßt, kommt zu einem Problem: im Zentrum der Liebe steht das Opfer. Kann man dazu eine Alternative denken?

Das Furchtbare am Hebräerbrief ist, daß ich verstanden hatte, bevor ich ihn gelesen habe, weil ich erlebt habe, wovon er redet.

Das Opfer Christi ist ja ewig. Das bedeutet die Dreifaltigkeit. Jesus war der Weg, damit der Mensch Teil dieses Opfers wird, ebenso dreifaltig: als Gabe, Geber und Beschenktem.

Wie man das quod Gottes zeigen kann, so auch das quod der Dreifaltigkeit (zB aus dem bonum comune der Politik). Aber das quid bleibt uns ohne Offenbarung ebenso verschlossen.

Guardini hat den Finger in die Wunde gelegt (DH, S.583): Es kann keine christliche Kultur geben. Sie widerspricht der Erwartung der Wiederkunft Christi.

Wenn wir das ernst nehmen, dann bedeutet Reformation im Grunde Kulturzerstörung. Alles wird vorläufig. Wir haben keine bleibende Statt.

Guardini hat Exegese verstanden. Man kann keine Vision mit der Vernunft ergründen. Man kann sie nur schauen, d.h. gewissermaßen empirisc nachleben, miterleben. Das Ereignis entschleiert sich im Vollzug.

Auf dem Herzensgrund der Bürgerlichkeit findet sich die Angst, seine Sicherheit zu verlieren. (nach Pieper, Tapferkeit)

Selbstbefriedigung ist wie eine Partie Schiffe versenken gegen sich selbst und am Ende ruft man: Gewonnen!

Seine Sexualität entdecken: das geht nur zu zweit. Alles andere ist eine einsame Radtour auf einem Tandem.

Die caritativen Orden haben ausgedient - ach, wirklich? Warum gibt es die CFR?

Wir sehen nur schwer die Verbindung der Transzendentalien. Das Kunstwerk gehört dem Handwerker und damit der poiesis. Doch das Kunstwerk führt zur Betrachtung und damit zur theoria. Und die bedingt das Handeln und so zur praktik. Wo das Handwerk verschwindet, da verschwindet die Kontemplation, da die Ethik.

Die Moderne verfälscht das Gedächtnis und verwechselt es mit bloßem Nicht-Vergessen.

Der Adel der Gewissenserforschung liegt in der Kraft zur Reinheit, die Wirklichkeit zu nehmen, wie sie ist. Die Klarsicht wird trotz Sünde aufgerichtet. Daher ist die Beichte das größte Geschenk gegen Realitätsverweigerung.

In dem Maße wie die Wut unterdrückt wird, so auch das Lob für hervorragende Leistung.

Es gibt einen tiefen Zusammenhang zwischen Generation und Geschlecht. Der Humanismus sieht nicht nur vom biologischen Geschlecht ab, sondern auch von der geschichtlichen Herkunft. Der Mensch hat zwar Bedeutung, aber nicht die Geschichte.

Wir erkennen Gott an seinen Taten. Daher müssen wir seine Taten studieren.

Warum erweckt Jesus die Dimension des Schamhaften in uns und Buddha nicht? Weil Buddha Spiel ist, Jesus ernst. Weil jeder die Bedeutsamkeit spürt, reagiert er unmittelbar im Innersten.

Der Tourismus zerstört mehr als jeder Krieg. (Dieter Wieland)

Handarbeit, sowas bringt keine Maschine fertig.

Transeamus contra! (Mk 4,23)

Die Stadt ist gespalten in Wohnen, Arbeit und Freizeit. Eine funktionierende Stadt kennt das nicht. Aber sie folgt ja auch nicht der Topographie.

Ein Haus, was ist das? Ein Schloß ohne Schloßherr ist Irrsinn. Sind unsere Häuser nicht ähnlich?

Der Balkon - ein Zimmer im Freien (Dieter Wieland)

Apfelbaum und Rosenstock - das ist schon der halbe Garten. Noch ein Spalier und es ist fast fertig.

Das erste, was der Mensch tut, sobald er das Licht der Welt erblickt, ist Beten. Seine Seele schreit.

Auch der Zölibat wird an der Ehe. Nicht als Verzicht, sondern als dessen letzte Bedeutung. Die Ehe entspringt dem Willen Jesu, der Zölibat ist die Lebensform Jesu.

Das Geschlecht hat eine Auswirkung auf das Gebet, da Mann und Frau zusammen Bild Gottes sind. Im anderen erst wird das Beten der Ehe offenbar.

Einerseits ist es eine Illusion, daß ein Freund die Wunde schließen kann, die uns antreibt. Andererseits ist es eine Illusion, seiner Freunde nicht zu bedürfen. Denn Gott hat den Menschen so geordnet, daß er durch und mit seinen Freunden zu ihm kommt.

Eine Kirche, die Zeit hat, sich mit der Unterscheidung von Schokonikoläusen und Schokoweihnachtsmännern zu beschäftigen, hat jegliches Maß verloren.

Die Möglichkeit einer Apologie ohne Zeugnis ist sinnlos, da es ein Jemand ist, auf den der Glauben sich richtet. Eine systematische Apologie verpaßt das Jemand, indem es ihn im Etwas, was geglaubt wird, verschluckt wird.

Plunder in der Pubertät nennt man Kitsch und wenn der Bub erwachsen wird Deko.

Oh! Zu sagen, die Nachfolge Christi sei zu viel, er fordere über Gebühr, der negiert im letzten die Hoffnung, daß Christus es ihm gebe, was er dazu brauche.

Christus wird mich vollenden, weil ich zu ihm gehöre.

Es macht einen Unterschied, ob man einen Gegenstand bloß im Geiste erforscht oder ob man Wirklichkeitskontakt durch ihn hat.

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