Seit einiger Zeit habe ich keinen guten Schlaf. Ungefähr 2/3 meiner Nächte schlafe ich schlecht. Mein Problem: Ich kann kaum einschlafen. So sind 2,3 oder 4 Stunden wach im Bett liegen keine Seltenheit für mich. Alles unter einer Stunde gilt für mich als schnell. Nach fünf Minuten weg sein? Das ist schon Jahre her.

Schlaf ist wichtig. Eine schlechte Nacht führt zu einem schlechten Tag. Und umgekehrt ist guter Schlaf die beste Voraussetzung für einen guten Schlaf. Er soll gut sein, nicht länger als nötig. Und es geht mir so: Je schlechter die Nacht, desto länger wird sie auch.

Wo ist das Problem mit dem Einschlafen? Warum klappt es nicht oder nur schlecht? Es sind vier Gründe, die ich erkenne:

  1. Kaffee
  2. Essen
  3. Anspannung
  4. Alkohol

Der Kaffee ist ein altbekannter Kandidat. Für einige Jahre war ich Kaffee resistent. Eine Kanne und mehr pro Tag – kein Problem! Aber seit ein paar Jahren ist es nicht mehr so. Da kann mich der Kaffee aus dem Rhythmus bringen. Entscheidend bei mir: nicht die Zeit, sondern die Menge. Drei Tassen Kaffee am Nachmittag und siehe da: Ich brauch vor 4 Uhr kein Auge zumachen. Bei einer Tasse ist 23 Uhr recht realistisch. Trinke ich am Nachmittag nichts, dann gibt es an der Stelle keine Probleme.

Dann das Essen! Kaffee abgestellt und dennoch nicht schlafen. Woran das liegt? Antwort: spät essen. Ich komme oft spät nach Hause und dann habe ich einen großen Hunger. Wenn um 21 Uhr der Magen gefüllt wird, dann ist die Nacht auch dahin. Durch Essen fährt die Verdauung hoch. Der Körper produziert Energie und Wärme. Beide sind Feinde des Schlafs. Daher gilt für mich: lieber hungrig in die Heia als satt und schlaflos.

Bei der Anspannung muß ich gestehen: Es gibt kein Rezept dagegen. Unter Anspannung verstehe ich die Spannung auf den nächsten Tag hin. Man hat einen wichtigen Termin. Man ist aufgeregt. Dagegen hilft nichts. Denn die Spannung ist wichtig, um leistungsfähig zu sein. Daher ist zwar die Nacht recht zäh, aber nicht wirklich schädlich für den nächsten Tag.

Schließlich Alkohol! Er verzögert das Einschlafen nicht, im Gegenteil, aber er stört den Schlaf massiv. Nach einer Schlafphase aufzuwachen und dann wieder einschlafen, wird bei mir schwer. Und auch hier gilt wie beim Kaffee: die Menge macht’s. Ein kühles Blondes zum frühen Abendessen und es gibt keine Probleme. Aber zwei Halbe nach 23 Uhr – Adieu, guter Schlaf!