Diese Frage hatte ich mir bisher eigentlich nie gestellt. Ich dachte quasi intuitiv, daß der Grund hierfür die Standardantwort ist: Korruption. Banker und Politiker unter einer Decke. Obwohl das wahr ist – manus manum lavat -, stimmt es nur zum Teil. Richtig wäre zu sagen: Die Politiker haben ein Betrugssystem aufgebaut (federal reserve system und zwar als fractional reserve) und die Banker nutzen diesen Betrug aus, um selbst zu betrügen. Die Politik kann nichts dagegen tun, weil sie selbst mit hochgehen würde.

Das Problem “too big to fail” basiert auf der Giralgeldschöpfung. Banken haben das Recht erhalten, mehr Geld zu verleihen, als sie eingezahlt haben. Sie können Guthaben verleihen (aka Kredite), das nicht ihnen gehört, sondern ihren Kunden. Von den Guthaben dürfen sie bis zu 90% als Kredit ausgeben. Rein theoretisch wird durch die Giralgeldschöpfung die Geldmenge verzehnfacht. Real ist es etwas niedriger. Aber was bedeutet das? 9 von 10 Euros, die ausgegeben werden, basieren auf fiktiven Werten. Im besten Fall. Denn nur 1 von 10 Euros stammen von der Zentralbank. Hinter diesem Geld steht dann rein theoretisch ein realer Wert.

Was würde passieren, wenn eine Bank kaputt geht? Fast alle Guthaben und alle Kredite gehen kaputt. Da davon 9/10 geschöpftes Giralgeld sind, wird diese Menge vernichtet. Es bleiben nur die “ungeschöpften” Zentralbankeuros als Guthaben übrig. Eine scheiternde Bank mit einem Eigenkapital von 20 Mrd. € kann Giralgeld in der Höhe von 180 Mrd. € vernichten. Eine solche Geldmenge zu vernichten hat so große Auswirkungen, daß das nicht passieren darf. Schon eine Bank kann genug Schaden anrichten, um die Wirtschaft fatal zu erschüttern. Das ist das Problem.