Es ist nicht schwer zu sehen, wenn man die Quantitätsgleichung erfaßt hat, was passiert, sobald man den Geldhahn aufdreht. Erhöht man bei gleicher Produktivität die Geldmenge, steigen die Preise. Soweit klar. Doch durch das quantitive easing hätte das geschehen müssen. Es blieb aber aus. Manche Ökonomen halten daher die Gleichung für falsch. Aber da liegt ein Fehler: Die Aussage gilt, wenn die Produktivität gleich bleibt. Was man aber tut: Pseudoproduktivität vorgaukeln, indem man Finanzprodukte ex nihilo herstellt. Da geht das frische (oder faule) Geld hinein.

Das System funktioniert solange, wie das Vertrauen in das Geld besteht, daß es seine Funktion erfüllen kann: Warentausch. Sobald das nicht mehr gegeben ist, hat der Staat fertig. Dann kann man Geld ausschütten wie man will, es wird nichts passieren. Die Kaufkraftlücke wird nicht mehr kaschiert. Die Pseudoproduktivität löst sich auf und der Mangel zeigt sich.

Die Aufgabe dann wird sein, ein stabiles System, dem man vertraut, herzustellen.