Bis hierhin sind wir nun gekommen. Überall sehen wir Verfall und Niedergang. Krise tagein, tagaus. Ziehen wir letztlich wirklich Konsequenzen? Die Antwort: Nein. Die Krise kann nur äußerer Impuls für eine bereits unsichtbar vorhandene, innere Wirklichkeit sein. Das Leben des Christen ist der Zeit entrückt. Fasten, Beten, Nächstenliebe – das war unter Karl dem Großen wie unter Merkel Programm des Christen. Wer bloß aufgrund der gegenwärtigen Situation seinen Sinn ändert, der hat die Gesamtlage nicht verstanden. Die Welt ist nicht erst seit gestern in der Krise, sondern von Anbeginn an. Die Feinde sind die gleichen. Gestern und heute.

Das Gerede von der gegenwärtigen Krise klingt nach Belagerung, nach Beschuß, nach einer zeitlich begrenzten Situation. Daher ist es Gerede. Wenn der Beschuß nachläßt, dann legt man auch die Waffen und den Kampf nieder. Wenn die Probleme behoben sind, dann kann man wieder grade aus seinen Weg (in die Hölle) gehen. Nein! Die Krise, in die die Kirche hineingeboren wurde, ist viel größer. Sie ist in den Endkampf hineingeboren zwischen Fleisch und Geist, zwischen Licht und Finsternis, zwischen Herr und Knecht, zwischen Krieg und Frieden, zwischen Stolz und Demut. Dieser Kampf ist völlig unabhängig von der aktuellen Krise!