Nichts. Einfach nichts. Der Skandal bedeutet nichts, weil wir Sünder sind. Wer meint, er macht keine Fehler, der irrt. Wer meint, wenn man einfach die Bischöfe bestraft, die Fehler begangen haben, und die Krise ist vorbei, der irrt. Sowohl der Mißbrauchsskandal als auch die Vertuschungen der Bischöfe sind Symptome der Krise, keine Ursachen. Sünden müssen bekannt werden. Sie müssen gelüftet werden. Aber unsere Hoffnung ist Vergebung. Das bleibt weiterhin der Weg. Wir bleiben auch weiter schwache Menschen, die sündigen.
Diesen Zusammenhang verstehen die meisten nicht. Wenn der Mißbrauch aufgearbeitet, die Bischöfe sanktioniert, dann sind die Medien zufrieden. Okay. Aber wir sollten nicht zufrieden sein. Und auch die Rolle der Laien in der Kirche, wie sie gerade in den USA wieder in den Vordergrund rückt, kann doch niemals von diesen Skandalen abhängen. Die drückende Last der aktuellen Situation verzerrt den Blick auf die Gesamtlage. Nur weil wir Negatives ausräumen, haben wir noch lange nichts Positives aufgebaut. Und darum geht es. Aufbauen, aufbauen, aufbauen!