Komm Heiliger Geist erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen die Flamme Deiner Liebe.

Es ist wieder soweit. Mittendrin 2013 – CE Deutschlandtreffen im Herzen Deutschlands in Fulda. Einfach grandios über 1.000 Menschen zu treffen, die frei und unbeschwert von ihrem Glauben erzählen und erfüllt sind mit der Hoffnung, die Jesus Christus heißt.

Gestern Abend bei Gebet, Lobpreis und Impulsen ist mir wieder etwas Interessantes aufgefallen: Hier erlebt man wahrhaft katholische Kirche. Die Charismatische Bewegung wird ja von vielen kirchlichen Kreisen (in Deutschland) belächelt. Doch oft haben diese Kreise keine Ahnung von “charismatisch”. Und gestern Abend konnte man ein wahrhaft interessantes Schauspiel erleben. Das Allerheiligste wurde ausgesetzt und die Haltung der gesamten Halle wandelte sich. Vorher die typische Lobpreishaltung mit ausgestreckten Armen analog zu der Orantenhaltung und dann – schlagartig – knieten die meisten Menschen nieder und einige warfen sich ganz hin wie am Karfreitag der Zelebrant mit den Ministranten bzw. wie bei einer Weihe. Ein anderer, großer Teil der Menschen ließ für sich beten bei den Gebets- und Segnungsteams. Und es war mucksmäuschenstill.

Bei allen Anbetungszeiten, die ich bisher erlebt habe, habe ich selten soviel gesammelte Stille vor dem Allerheiligsten erlebt und noch nie eine solche unbeschwerte Vielfalt. Auch nicht bei der WJT Vigil mit dem Papst gab es während der Anbetung eine solche Stille. Was mich besonders beeindruckt hat ist diese Freiheit, die dort erlebbar wird. Jeder kann sich so geben, wie er ist, wie er vor Gott stehen, knien, sitzen, springen will. Der Herr setzt uns frei. Und das wird dort ziemlich ernst genommen. Bei fast jeder Liturgie erlebe ich wie Menschen das tun, was der Nachbar tut, wo die Form vom Nachbarn her bestimmt wird und nicht von der Beziehung zum Inhalt.

Für meinen Alltag nehme ich auf jeden Fall diese Leichtigkeit und Freiheit mit. Das ist ja zumeist eine Haltungssache und man merkt dem Gegenüber an, ob er frei ist oder nicht. Und wie oft sind wir Christen doch auch befangen in unserem Alltag und kreisen um uns selber, nehmen alles schwer und wissen nicht weiter. Aber hey, der Herr setzt uns frei. Wir sind nicht gerufen zur Knechtschaft. Irgendwie haben wir in den letzten 2000 Jahren viel von dieser Unbefangenheit verdunkelt. Und bei der CE kann man viel erleben (was wirkliches erlernen heißt). Allein wer nicht offen ist für derartiges, sondern sich davon distanziert – egal in welcher Art und Weise – zeigt doch schon an, dass er noch nicht in diese Freiheit gesetzt ist.

CE in Deutschland