Neue Situation, alter Wohnort und dabei kein Bruch. Seit dem Geburtstag des Bischofs (15.2.) bin ich offiziell kein Priesteramtskandidat mehr. Mit dem Hinblick auf die Frage nach Ehelosigkeit habe ich festgestellt, dass ein hinreichende Auseinandersetzung damit nicht innerhalb der Seminarmauern möglich ist. Ich habe aber mit keiner Lebensentscheidungsmöglichkeit abgeschlossen. Das offene Hören auf das Wort Gottes gilt weiterhin. Lediglich die Form hat sich gewissermaßen verändert. Daher werde ich auch gewiss nicht zu denen gehören, die auf die Kirche schimpfen und rufen, dass der Zölibat endlich weg soll. Besser wäre zu fragen, wo ich als gläubiger Christ eingesetzen werden kann, um das Himmelreich den Menschen näher zu bringen. Denn jeder Christ sollte „um des Himmelreiches willen“ leben. Egal ob ehelos oder in Ehe.

Schließlich bin ich dankbar für die Zeit im Priesterseminar. Ich habe sehr viel gelernt. Besonders der Blick auf die Kirche von innen war sehr interessant. Man sieht Dinge, die einen sehr freuen, aber auch Dinge, die man lieber nicht sieht. Jemand der Kirche  mit nur weltlichen Augen betrachtet, wird sie daher auch nie verstehen.
Dankbar bin auch, dass ich meinen Weg nicht alleine gehen muss, sondern mit meiner Freundin weitergehen darf. Es bleibt spannend wie diese, meine Geschichte mit Gott weitergeht. Aber ich bin zuversichtlich und froh.

Die Zeit im Seminar war sehr dicht, weswegen ich schlicht nicht zu Beiträgen kam. Das soll sich jetzt wieder ändern ;-)